Über das Osterfest

GA 353/1924-04-12/p023 ·1924-04-12 · original (original)
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Sehen Sie, da ist es ganz interessant zu beobachten, wie es im 4. Jahrhundert hintereinander zwei Kaiser gegeben hat. Da war der Kaiser Konstantin, ein außerordentlich eitler Mensch. Der hat Konstantinopel gegründet. Einen Schatz, der einstmals von Troja nach Rom getragen worden war und dort versenkt worden ist, den hat er von Rom aus nach Konstantinopel tragen lassen, dort vergraben und darüber eine Säule aufgerichtet, auf dieser Säule eine Statue des alten heidnischen Gottes Apollo aufgestellt, aber sich vom Morgenland das Holz kommen lassen - man sagt, vom Kreuze Christi - und davon einen Strahlenkranz bilden lassen. Aber dort, wo das Holz den Strahlenkranz bilden sollte, mußten die Leute den Konstantin sehen! So daß also von da an der Konstantin verehrt worden ist, stehend auf der Bildsäule, die auf dem größten römischen Kleinodienschatz errichtet war. Der hat das äußerlich eingerichtet, daß die Leute nichts mehr gewußt haben von den Weltengeheimnissen, daß man nichts mehr davon gewußt hat, daß der Christus zusammengehörig ist mit der Sonne.

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