{"corpus":"steiner","locus":"GA 353/1924-04-12/p039","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn man so die Sache anschaut, dann kommt wiederum Gefühls- und Gemütsinhalt in das ganze Osterfest hinein. Und dann können die Menschen, die das Osterfest feiern, sich bei dem Osterfest an etwas erinnern, was mit dem Menschen selber zusammenhängt. Dann ist das Osterfest ein Kraftfest, und dann weiß man, warum man sich an es erinnert. Heute weiß man, daß der Mensch mit dem Jahre zusammenhängt, nur dadurch, daß er sich im Winter den Winterrock, im Sommer den Sommerrock anziehen muß, daß er im Sommer schwitzt, im Winter friert. Also nur das Materielle weiß man. Daß aber wirklich, wenn der Frühling herankommt, geistige Kräfte wirksam sind, die alles herausholen aus der Erde, und daß im Herbst wiederum geistige Kräfte alles vernichten, das weiß man nicht. Wird das einmal verstanden werden, so wird man in der ganzen Natur Leben finden, die ganze Natur belebt finden. Heute reden die Leute über die Natur ja meist Unsinn. Wenn sie eine Pflanze sehen, dann reißen sie sie aus der Erde aus und treiben Botanik, weil sie gar nichts wissen über die Sache. Wenn ich ein Haar ausreiße und es beschreibe, so ist das ein Unsinn, denn das Haar kann nur auf dem Menschen oder auf einem Tiere wachsen, kann nicht für sich entstehen; Sie können nicht irgendwo an einen leblosen Stein etwas hinbringen, wo ein Haar wachsen soll. Da muß ein Lebendiges zugrunde liegen. Nun, die Pflanzen sind also die Haare der Erde, weil die Erde lebt. Und so wie der Mensch die Luft braucht zum Leben, so braucht die Erde den Sternenschein mit seiner Geistigkeit; den atmet sie ein, damit sie leben kann. Und so wie der Mensch auf der Erde herumgeht mit seiner Bewegung, so geht die Erde im Weltenraum herum. Sie lebt im ganzen Weltenraum. Die Erde ist ein lebendiges Wesen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Über das Osterfest","site_heading":null,"date":"1924-04-12","location":null,"word_count":299,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/353/1924-04-12/p039","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/353/1924-04-12/p039"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/353/1924-04-12/p039","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}