{"corpus":"steiner","locus":"GA 354/1924-09-20/p032","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun, sehen Sie, diese Fähigkeiten, die kommen ja nicht von selber, die entwickeln sich ja. Und wenn wir so fortfahren würden, wie wir jetzt es tun, daß wir jeden vollpfropfen zwischen dem sechsten und zwölften, vierzehnten Lebensjahr mit allen möglichen Wissenschaften was ja gut ist auf der einen Seite —, dann würden wir Menschen aber alle nach und nach das werden, was früher gar nicht da war, und was jetzt so häufig da ist, wie man sagt: nervös. Nervöse Menschen würden wir werden. Und da kommt etwas, was Ihnen klarmachen wird, daß die Herren Ärzte, die dazumal in den vierziger Jahren so dumm waren, daß sie geglaubt haben, die Menschen würden gar nicht leben können, wenn es Eisenbahnen gibt, daß diese Herren Ärzte vom Standpunkt ihrer Wissenschaft aus doch nicht so ganz dumm waren! Denn, was sie dazumal haben wissen können, das geht alles darauf hin, daß sie sagen mußten: Wenn der Mensch in der Eisenbahn fährt, so wird er einfach nach und nach ganz arbeitsunfähig; das Gedächtnis verliert er, die Nerven werden aufgeregt, zappelig wird er. — Das konnten sie sich nach ihrer damaligen Wissenschaft sagen. Es war ganz richtig, absolut richtig, was sie sich sagten; aber sie bedachten eines nicht. Ein bißchen nervöser sind ja auch die Menschen geworden. Wenn Sie nur vergleichen, wie Sie heute, wenn Sie von der Arbeit kommen, anders sind, als die Leute aus den dreißiger, vierziger Jahren, die sich abends die Schlafmützen aufgesetzt haben und so furchtbar gemütliche Leute waren, ganz ohne alle Nerven! Die Welt ist schon anders geworden in dieser Beziehung; aber doch nicht so stark, als es sich die Herren Ärzte von Nürnberg dazumal vorstellten. Nun ist es aber so: Die Nürnberger hängen keinen, wenn sie ihn nicht erst haben; und so ist es bei den Nürnbergern dazumal auch gewesen: sie haben keine Wissenschaft betrieben, die sie nicht erst hatten. Nun aber, was konnten diese Herren Ärzte dazumal nicht wissen? Sie konnte nicht wissen, daß, während sie das alles lernen, dieser Komet sich allmählich auflöst. Was tut denn der? Ja, meine Herren, diesen feinen Meteorregen, den haben wir ja von diesem Kometen! Statt daß er einmal mit der Erde zusammenstößt und der Menschheit den Schädel einschlägt, statt dessen gibt er langsam seine Materie ab. Die ist in der Erde drinnen, diese Materie, Stück für Stück. Alle paar Jahre lieferte der Komet etwas für die Erde. Und diejenigen Leute, die von der Wissenschaft leben wollen und nicht zugeben wollen, daß da die Erde etwas aus dem Weltenraum einfach frißt, die sind so dumm wie diejenigen, die behaupten, wenn einer ein Stück Brot ißt, so ist es nicht in ihm drinnen. Es ist natürlich in der Erde drinnen, was wir vom Kometen haben. Aber die Menschen übersehen das immer. Die Wissenschaft nimmt davon keine Notiz. Wo haben wir denn das, was der Komet abgegeben hat? Das geht in die Luft über; von der Luft geht es über ins Wasser, wenn das Wasser hinauf und wieder heruntergeht; vom Wasser geht es über in die Wurzeln der Pflanzen, von den Wurzeln der Pflanzen in dasjenige, was wir auf den Tisch tragen. Und von dem geht es in unseren eigenen Leib, und wir essen mit dasjenige, was uns der Komet gegeben hat seit Jahrhunderten. Das hat sich aber längst vergeistigt. Und statt daß 1933 der Komet der Erde den Garaus macht, hat er sich längst in die Erde als eine Erdennahrung hineinbegeben und nimmt von den Menschen weg — durch das, daß er ein Heilmittel ist, ein Weltheilmittel — die Nervosität.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dreizehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-09-20","location":null,"word_count":586,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/354/1924-09-20/p032","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/354/1924-09-20/p032"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/354/1924-09-20/p032","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}