Anthroposophie Und Mystik

GA 36/58_anthroposophy_and_mysticism/p002 · original (original)

Der Weg, der da in das eigene Innere der Seele genommen wird, stellt sich der genaueren Betrachtung als eine Fortsetzung desjenigen dar, den man bei der gewöhnlichen Erinnerung geht. Diese gibt dem seelischen Erleben in Bildern dasjenige wieder, was der Mensch im Verkehr mit der Welt erlebt hat. Die Bilder können mehr oder weniger treu die Erlebnisse wiedergeben, oder auch sie phantasievoll in der mannigfaltigsten Art umgestalten. Man wird den Vorgang, der naturgemäß sehr kompliziert ist, sich am einfachsten dadurch vergegenwärtigen, daß man den Vergleich mit einem Spiegel gebraucht. Die Eindrücke der Außenwelt werden von dem Menschen durch die Sinne aufgenommen und durch die Denkkräfte verarbeitet. Sie treffen innerhalb des Organismus auf Vorgänge auf, in denen sie nicht weiterlaufen, sondern aufgehalten und, im gegebenen Falle, wie die Lichtbilder von der Spiegelwand zurückgeworfen werden. Das Zurückwerfen geschieht allerdings so, daß der menschliche Organismus mehr oder weniger verändernd auf die von außen erhaltenen Eindrücke wirkt.

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