Das Goetheanum In Seinen Zehn Jahren
Diesem Charakter der Wand waren auch die in die Außenwand eingelassenen Glasfenster angepaßt. Diese waren zwischen je zwei Säulen sichtbar. Sie waren aus einfarbigem Glas, in das die künstlerischen Motive eingraviert waren. Man hatte es mit einer Art Glasradierung zu tun. Das Bild entstand durch die verschiedene Dicke, die das einfarbige Glas durch die Radierung erhielt. Es war nur bei durchdringendem Sonnenlichte als Bild zu sehen. So war an diesen Fenstern auch physisch das erreicht, was bei derübrigen Wandbildung künstlerisch in Formen gedacht war. Das Bild war nur da, wenn die Wand mit der äußeren Welt zusammenwirkte. Je zwei Fenster links und rechts waren gleichfarbig. Die vom Eingang bis zum Bühnenanfang gelegenen Fenster waren verschiedenfarbig, und zwar so, daß die Farben in ihrer Aufeinanderfolge eine Farbenharmonie ergaben.
Cite:
GA 36/67_the_goetheanum_in_its_ten_years/p044 · edition original