{"corpus":"steiner","locus":"GA 44/01_02/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"MARIA:  \nEs war, Johannes, meines Lebens schwerster Gang,  \nDer jetzt zu dir mich führte.  \nIch brauchte den Beistand aller guten Wesen,  \nDenen mich Benedictus' Weisheit je verbunden,  \nZu besiegen alle Widerstände,  \nDie sich mir entgegenstellten.  \nWas ich als Schwäche je gefühlt,  \nWas ich begehren konnte in meines Lebens Lauf,  \nEs rang sich los aus meinem Wesen  \nUnd wurde eigne Wesenheit.  \nSo stand ich vor tausenden Seelen,  \nDie ich zu bekämpfen hatte.  \nSie kämpften nicht als Feinde,  \nSie lockten als Verführer;  \nSie verhießen Seligkeiten,  \nUnd wenn ich mich von ihnen wandte,  \nDann verfinsterten sie mein Gedankenlicht,  \nDaß mir die Erinnerung schwinden sollte  \nAn alles, was aus Weisheitquellen  \nMir geworden, mich zu entwinden  \nDen Feinden eignet Wesenheit.  \nSie konnten meines Führers edle Gaben  \nMir doch nicht entwinden.  \nSo fand ich mich denn stets  \nIn meines Wesens bestem Teil  \nUnd konnte deine Seele finden.  \nIn jenem Wesensgliede  \nMußt ich sie fassen,  \nDas sich zwar verlieren kann,  \nDoch im Verluste  \nSich ewigem Tode weiht.  \nIch mußt es dir erretten.  \nDu hättest jenen Funken,  \nDer in jedem Menschen schläft,  \nIn des Chaos furchtbarem Reich  \nEntzünden können, doch hättest  \nDu ihn ewiglich der Welt entzogen,  \nFür die du ihn erhalten hast.  \nSo bald du hier dich wiederfindest,  \nIst's unmöglich dir, zu denken,  \nDaß du dich von deinem Ursprung lösest  \nUnd dem Bau von andern Welten weihst.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Vorentwürfe: Nicht in das Drama aufgenommenes Bild","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/44/01_02/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/44/01_02/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/44/01_02/p030","paragraph_aligned":true}],"unit_kind":{"kind":"second_piece_same_name","base_unit":"GA 44/01","note":"Another piece with the same name as 01 in this volume; the suffix only separates the two."},"authorship":{"kind":"dramatis_persona","is_steiner":true,"speaker":"MARIA","author":"Rudolf Steiner","note":"A line from the drafts and fragments of Rudolf Steiner's Mystery Dramas. The text is his, the words are the character's: never quote it as a statement in his own voice."},"attribution_warning":"A line from the drafts and fragments of Rudolf Steiner's Mystery Dramas. The text is his, the words are the character's: never quote it as a statement in his own voice."}