Zusammenhängende Entwürfe zum ersten, zweiten und dritten Bild
DOCTOR STRADER: In mir seht ihr einen Mann, der erst nicht nur ab-geneigt war allem, was von jener Seite kommt. Ich habe nicht bloß durch Vernunft mich gegen sie gesträubt. Ich habe die schwersten Lebenskämpfe durchgelitten, weil meine Art derjenigen der Brüder zuwider war. Doch mußte nach und nach nicht nur meine Vernunft das Gute anerkennen. Ich trat auch menschlich nahe einem Menschen, dessen Wesen tief verbunden ist mit allem, was von diesem Bunde kommt. Zwar gehöre ich ihm selber nicht an. Doch glaube ich zu erkennen, was sein Ziel bedeutet. Doch will ich davon nicht sprechen, wie ich mich persönlich zu ihm stelle. Ich will nur dahin deuten, daß ich im Schmerz mich von allen Denkerträumen einst gelöst und dem Menschenwissen seit langer Zeit nur da gedienet habe, wo es in der Lebenspraxis schaffend wirkt. So glaube ich zu kennen, wie der Geist im Stoffe wirkt. Und eben weil ich dies verstehe, vermeine ich auch das Recht zu haben, hier offen zu bekennen, daß die Vereinigung des hohen Geisteswissens, das auf jener Seite wirkt, mit der Lebenspraxis, die von Triumph zu Triumph im Reich des Stoffes eilt, von Heil nur sein kann.