{"corpus":"steiner","locus":"GA 44/05_02/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"FERDINAND REINECKE: Ihr habt in eurer Art euch dem Lichte zugewandt. Ich habe es in der meinigen getan. Und diese entbehrt des mystischen Glanzes, den ihr nicht missen wollt. Wenn Thomasius den Geistesbrüdern etwas zu geben hat, was sie noch nicht besitzen, so ist es ihre Sache. Wir wollen ihn mit offnen Armen wohl empfangen, wenn er in schlichten Seelen Überzeugung wecken kann. Wir brauchen dazu kein Bündnis mit den Brüdern. Wenn ich auch Baldes Geistesspuren nicht folgen mag; mir ward so manches kund, was zum Wesen solcher Bundesbrüder gehört, die stets von neuem sich zu Lenkern der Seelen erkoren glauben. Lassen wir uns von manchem belehren, was die Berichte bringen, die uns von solchen geheimen Bündnissen erzählen. Menschen, die von Neugierde geplagt, nicht auf eignen Wegen suchen wollten nach der Wahrheit Quellen, ließen sich verlocken, solchen Orden [sich] anzuschließen. Von Grad zu Grad auf der Erkenntnis Leiter sollten sie in höhere Welten eingeführt werden. Das versprach man ihnen, wie man auch heute wieder tut. Man gab ihnen erst die niedern Grade, in denen sie geheime Zeichen anstaunen und das Versprechen hinnehmen durften, die Deutung in den höhern zu erfahren. Trübte ihnen dann Verblendung oder Hochmut nicht den Sinn, dann konnten sie in den höhern Graden erkennen, daß hinter den Zeichen der niedern nichts Wertvolles steckte. Und gelang es ihnen, dann noch weiter zu den höchsten Graden aufzusteigen, dann erfuhren sie das einzig Wahre, daß die geistigen Führer selbst nichts wußten und entweder sich selber täuschten, oder andre täuschen wollen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zusammenhängende Entwürfe zum ersten, zweiten und dritten Bild","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":250,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/44/05_02/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/44/05_02/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/44/05_02/p013","paragraph_aligned":true}],"unit_kind":{"kind":"second_piece_same_name","base_unit":"GA 44/05","note":"Another piece with the same name as 05 in this volume; the suffix only separates the two."},"authorship":{"kind":"dramatis_persona","is_steiner":true,"speaker":"FERDINAND REINECKE","author":"Rudolf Steiner","note":"A line from the drafts and fragments of Rudolf Steiner's Mystery Dramas. The text is his, the words are the character's: never quote it as a statement in his own voice."},"attribution_warning":"A line from the drafts and fragments of Rudolf Steiner's Mystery Dramas. The text is his, the words are the character's: never quote it as a statement in his own voice."}