{"corpus":"steiner","locus":"GA 44/06_02/p032","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"MARIA: Du Träger der Lichtgewalten; du hast dereinst der Menschen Sinn vom Dienste deiner Gegner abgewendet. Erkenntnis hast du ihnen in einem Augenblicke gegeben, da die guten Götter ihnen nur Liebe geben konnten. Seit jener Zeit ist Kampf zwischen euch, und euer Kampfesfeld ist die Erde. Schon aber droht der Untergang deinem Reiche. Ein kühner Denker hat dem Menschen den Geist durch Wissenschaft erschlossen. Erkenntnis kann deiner Macht entnommen und zu den guten Göttern geführt werden. Du aber willst sie dir sichern. Du willst in Theodora, Johannes, dem Wissensgründer, Liebe geben, die so das Menschenlicht bekämpfen soll, wie einst dein Licht die Götterliebe bekämpfte. Doch wisse, in meines Wesens Tiefen hat ein göttlich Gelöbnis zu Herzensdasein sich empor-gerungen, Maria, die jetzt vor dir steht, wird die Kraft finden, ihr Seelenauge für immer allem Erkennen der Erde zu verschließen. Sie wird in sich nur aufnehmen, was ihr ohne irdisches Streben aus Götterhöhen ins Wesen durch Gnade gewährt wird. So wird ihr niemals nahen können, was auf Erden von deinem Geist durchsetzt ist. Und was mir selbst dann durch Gnade sich offenbaret; es wird als Liebe zu Johannes fließen. Und wenn er je den Blick auf Erdendinge lenkt, und in ihnen dein Versucherwort vernimmt, dann wird, was ich ihm geben durfte, zu dir dringen. Du wirst oft zu ihm sprechen: Dein Menschenwesen wird in Liebe gedeihen; und Dein Herz wird Selbstheit leben. Er aber wird dir dereinst antworten: Ich werde die Liebe leben, die der Gott für Erdensein sterbend lebte; ich werde die Selbstheit leben, die ich nicht durch mich erfühle, die ich fühle, weil er in mir sich offenbart.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Drittes Bild, teilweise Prosa","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":268,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/44/06_02/p032","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/44/06_02/p032"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/44/06_02/p032","paragraph_aligned":true}],"unit_kind":{"kind":"second_piece_same_name","base_unit":"GA 44/06","note":"Another piece with the same name as 06 in this volume; the suffix only separates the two."},"authorship":{"kind":"dramatis_persona","is_steiner":true,"speaker":"MARIA","author":"Rudolf Steiner","note":"A line from the drafts and fragments of Rudolf Steiner's Mystery Dramas. The text is his, the words are the character's: never quote it as a statement in his own voice."},"attribution_warning":"A line from the drafts and fragments of Rudolf Steiner's Mystery Dramas. The text is his, the words are the character's: never quote it as a statement in his own voice."}