Nachträgliche Bemerkungen

GA 44/14/p003 · original (original)

So wenig als an irgend einer anderen Stelle dieser Seelengemälde bloße Symbole oder Allegorien gemeint sind, so wenig ist dies mit der Darstellung des Tempelvorgangs am Ende der «Pforte der Einweihung» der Fall. Symbolik oder Allegorie mag derjenige in diesen Darstellungen sehen, der mit dem Wesen der realen geistigen Welt nicht vertraut ist. In solchen Bildern, wie das Tempelbild am Ende der «Pforte der Einweihung» eines ist, fassen sich für die Seelenschau die in der geistigen Welt wirksamen Kräfte zusammen, deren Ausdruck in der Sinnenwelt solche Vorgänge sind, wie sie in den andern Bildern der «Pforte der Einweihung » gegeben sind. Gewiß ist das Bild des Tempels, so wie es sich darstellt, nicht als solches die in Betracht kommende Realität; doch gibt es die Art, wie in der Vorstellung der in der physischen Welt lebenden Seele diese Realität sich selbst zum Erlebnis gestalten muß. In der «Prüfung der Seele» sind die geistig-seelischen Vorgänge von dem Innern des Johannes Thomasius schon losgelöst. Er lebt nicht mehr bloß in dem, was ihm subjektiv bleibt; er ist in Lebensvorgänge hineingestellt, deren geistige Faktoren und Zusammenhänge er miterlebt. — Es ist aber durchaus nicht gemeint, daß die seelischen Erlebnisse in der «Pforte der Einweihung», welche z. B. die Maria erlebt, nicht für diese wirkliche Seelenerlebnisse seien. Nur sind sie gegenüber denen des Johannes in der Seele Marias für sich bestehend. In der «Prüfung der Seele» beginnt das eigentliche Mit=einander=Erleben der geistigen Welt. Alles, was sich dann abspielt, wie z. B. die Rück-Versetzung in die vorige Inkarnation (des vierzehnten Jahrhunderts), ist auf Grund der höheren seelischen Entwickelung möglich, in welche die Personen in der Zeit eingetreten sind, welche zwischen der «Pforte der Einweihung» und der «Prüfung der Seele» liegt. —

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