43. Bewusstsein — Leben — Form

GA 46/46-03-43/p006 · original (original)

Wodurch wird diese Quelle eröffnet? Durch nichts anderes als dadurch, dass jene Sinnestätigkeit, von der das Tagesbewusstsein abhängt, im Schlafe aufgehört hat. Das Schweigen dieser Sinnestätigkeit drückt sich dadurch aus, dass das Selbstbewusstsein des Menschen entschwindet. Dieses Selbstbewusstsein ist eben an die Tätigkeit der äußeren Sinne gebunden; schweigen diese, so versinkt es in einen Abgrund. Man bezeichnet diese Tatsache in der sogenannten Geheimwissenschaft dadurch, dass man sagt: Die Seele des Menschen hat sich aus der physischen Welt zurückgezogen. Wer nun nicht behaupten will, der Mensch höre beim Einschlafen auf zu sein und entstehe beim Aufwachen von Neuem, dem wird die Erkenntnis nicht schwerfallen, dass der Mensch während des Schlafes in einer andern als der physischen Welt vorhanden ist. Man nennt diese Welt die astrale. Der Leser nehme diesen Ausdruck zunächst als eine Bezeichnung für jene Welt hin, von der der Mensch eine Ahnung erhält durch seine Träume. Die Berechtigung dieses Ausdruckes wird aus andern Kapiteln dieses Buches sich ergeben.

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