{"corpus":"steiner","locus":"GA 46/46-03-43/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wäre es nun unmöglich, dass das Selbstbewusstsein des Menschen auch in diesem Zustande ins Dasein trete, so könnte er die hier in Betracht kommenden Verhältnisse niemals durchschauen. Dies ist aber möglich durch die oben erwähnte und in diesem Buche beschriebene höhere Schulung, die man auch die Einweihung nennt. Durch sie lernt der Mensch im Traumzustande an seinem astralischen Leibe ähnliche Organe entwickeln, wie sie sein physischer Leib hat zur Wahrnehmung der physischen Welt. Und sind diese Organe entwickelt, dann tritt während des Traumes ein Selbstbewusstsein auf, das auch ähnlich dem ist, welches er während des wachen Tageslebens hat. - Ist eine solche Daseinsstufe erreicht, dann verwandelt sich allerdings auch die ganze Traumwelt in erheblichem Maße. Sie verliert die sinnverwirrende Buntheit, die sie beim gewöhnlichen Schläfer hat; und an die Stelle tritt eine innere Ordnung und Harmonie, welche der gewöhnlichen physischen Welt nicht nur nicht nachsteht, sondern diese in hohem Grade in Bezug auf diese Eigenschaften überragt. Der Mensch wird gewahr, dass immer um ihn herum noch eine andere Welt war, in demselben Sinne, wie um den Blinden herum die Welt des Lichtes und der Farben ist. Er konnte sie nur aus Mangel an Wahrnehmungsorganen nicht sehen, wie der Blinde vor seiner Operation die Welt des Lichtes und der Farben nicht sehen kann. Der bedeutungsvolle Moment, in dem die astralen Wahrnehmungsorgane anfangen am Menschen tätig zu sein, wird in der Geheimwissenschaft die Erweckung, oder Wiedergeburt, genannt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"43. Bewusstsein — Leben — Form","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":235,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/46/46-03-43/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/46/46-03-43/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/46/46-03-43/p009","paragraph_aligned":true}],"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 89/draft_of_a_spiritual_cosmology","ga":"89","lecture":"draft_of_a_spiritual_cosmology","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}