{"corpus":"steiner","locus":"GA 46/46-03-50/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Indem sich der Mensch das Tierische als Anhangsgebilde ausgestaltet, trägt seine äußere Form eine Zwiespältigkeit in sich. Als Kopfwesen ist der Mensch in der Tat nur der Zusammenfluss aller Tiergestalten. Er ist als solches die gesamte Tierwelt als Einheit. Als der übrige Organismus ist für ihn der Kopf, was die Außenwelt des Irdischen für das Tier ist. Dieser übrige Organismus ist eigentlich nur ein Abbild des Kopfes, aber ein solches, aus dessen Form herausgenommen ist, was durch die gekennzeichneten Gleichgewichtsverhältnisse bestimmt ist. Vom Denken ist im Kopfe das fest gestaltende, konturierende Element verankert; im übrigen Organismus dasjenige, was dieses Denken in Bewegung bringt. Vom Fühlen ist im Kopfe nichts verankert, als der fortwährende Traum dieses Fühlens, während das Fühlen selbst seinen Träger in der übrigen Leiblichkeit hat. Und vom Wollen ist durch den Organismus des Kopfes nur ein traumloses dumpfes Schlafbewusstsein möglich; denn das Wollen hat zu seinem Träger den qualitativen Gleichgewichtszustand zwischen dem übrigen Organismus und der Außenwelt. Daher kann auch das Wollen nur insofern vor dem gewöhnlichen Bewusstsein aufleuchten, als der Mensch wahrnimmt, inwiefern es ihn in stets andere Verhältnisse zur Außenwelt bringt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"50. Eine Skizze [zum menschlichen und tierischen Organismus]","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":185,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/46/46-03-50/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/46/46-03-50/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/46/46-03-50/p008","paragraph_aligned":true}]}