{"corpus":"steiner","locus":"GA 46/46-03-50/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Selbstbeobachtung zeigt, dass ihr Träger die Leiblichkeit ist. Sie lebt beim Menschen als das Seelische im Leibe. Sie nimmt beim Menschen dem tierischen Wollen das begehrliche Element. Dadurch wird das Fühlen zwar leiblich, aber nicht bloß als gehemmte oder ungehemmte Begierde (Wollen) erlebt. Es ist das Herausholen desjenigen im Leibe, was die Begierdenatur des Tierischen nicht hat. Es ist ein seelisches Gegenbild des Pflanzlichen, was im menschlichen Fühlen lebt. Was in obigen Ausführungen beim Tiere als Vegetabilisierung gekennzeichnet ist, das lebt bei diesem unmittelbar gebunden an das Animalische, bei Menschen sondert es sich seelisch ab vom Animalischen und wird als befreites Fühlen erlebt. Das Wollen lebt im Mineralisierten beim Menschen, während es im Tiere an das Vegetarisierte gebunden ist. Das Tier hat einen Willensorganismus; der Mensch sondert aus diesem Willensorganismus einen Willensmechanismus heraus. Das Tier hat einen Formorganismus; der Mensch sondert aus diesem Formorganismus den Gedankenorganismus heraus. Der Gedankenorganismus tritt in Wechselwirkung mit dem Wahrnehmungsmechanismus; der Willensmechanismus ist eigentlich nur das im Menschen befindliche Stück Außenwelt. Im Willensmechanismus gehört sich der Mensch nicht selbst an; er ist in ihm als Geist in der Außenwelt. Im Gefühlsorganismus ist der Mensch als beseelter Geist gegenwärtig; im Gedankenorganismus ist er als Kopf-Leib gegenwärtig, doch ist dieser Leib eigentlich wissendes Erleben des Leiblichen, es handelt sich also um einen Geistleib. Im Ich-Bewusstsein lebt der Geist in den durch das Menschliche bedingten Gleichgewichtsverhältnissen. Er lebt im Physischen; aber nur durch im Physischen wirksame Kräfte. [Text bricht ab]","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"50. Eine Skizze [zum menschlichen und tierischen Organismus]","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":242,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/46/46-03-50/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/46/46-03-50/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/46/46-03-50/p013","paragraph_aligned":true}]}