54. Über den Ätherleib
Diese restierenden Teile des Ätherleibes teilen sich wieder in zwei Partien, wovon der eine seine geschlechtlichen Charaktereigenschaften behält, während der andere ein ungeschlechtliches Wesen annimmt. Das, was als geschlechtlich bleibt, durchdringt sich mit der Begierde und wird die Grundlage für die menschlich-physische Fortpflanzung. Während die physischen Organe der Fortpflanzung der Ausdruck sind von dem untersten Teile des Ätherkörpers, sind die Organe der Neigung, das Herz, die Geschöpfe des zweiten Teiles des Ätherleibes. Die Frau hat ein männliches, der Mann ein weibliches Herz. Das männliche Herz äußert sich in der tätigen Liebe, in der barmherzigen Hingabe; das weibliche Herz des Mannes kommt im Mut, in der Tapferkeit zum Ausdrucke. Man soll in die Ausdrücke männlich und weiblich hier auf dieser Stufe schon nicht mehr genau dieselben Bedeutungen hineinlegen, welche sie für die physische Körperlichkeit haben. Obwohl sich die Liebe und der Mut zunächst gegenüber dem anderen Geschlechte zeigen, so nehmen sie doch einen allgemeineren Charakter an, der auf allgemeinere Lebensverhältnisse sich bezieht.