54. Über den Ätherleib
Das dritte Glied des Astralkörpers ist seinem Wesen nach unabhängig von der Außenwelt der Sinne sowohl wie auch zunächst von der Innenwelt des Herzens. Es findet seinen Ausdruck in dem «Ich». Aber dieses Glied kann Ätherkräfte in sich einfließen lassen. Diese im Ich spielenden Ätherkräfte sind zunächst die Gedanken. Mit diesen Gedanken tritt das Ich in Verbindung mit dem Weltäther. Die im Äther verkörperten Gedanken der Dinge fließen in das Ich ein und so formt sich das Ich zunächst das dritte, oberste Glied seines Astralkörpers. So wird dieser mithilfe der «Ich-Arbeit» ein organisiertes Gebilde, während er vorher ein chaotisches, jungfräuliches Wesen war. - Dieses Astrale wirkt nun wieder auf die unteren Glieder des Astralleibes ein. Zunächst auf das zweite Glied. Die Formen der Bewusstseinsseele prägen sich in der Begierdenseele ab. Das Herz macht einen Veredelungs-, einen Vergeistigungsprozess durch. Es erhält die Richtung nach dem Geist. Zunächst kann das nur dann geschehen, wenn die von außen erregten Erlebnisse schweigen. In den stillen Stunden des Lebens. Vor allen Dingen während des Schlafes, wenn die Seele außer Verbindung ist mit dem Leibe, dann prägt der geistig gewordene Astralteil dem Verstandes- und Begierdenteil seinen Charakter auf. Deshalb muss dem Menschen Zeit gelassen werden zur Befestigung dessen, was die plastische Astralseele aufnimmt. Kräfte müssen sich im mittleren Seelenteil entwickeln, die dann auf das Herz wirken können. Dann wird das Herz wieder seine Kräfte frei werden lassen, sodass auch die physischen Teile für den Geist sich bilden können. Das sind dann Hellseherorgane.