Vom inneren Leben

GA 53/1904-12-15/p013 ·1904-12-15 · original (original)
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Das ist der intime Weg, den die Seele gehen muß. Sie muß sich Eigenschaften, Gedanken, Neigungen einverleiben können. Es muß der Mensch imstande sein, im Laufe einer bestimmten Zeit mit ganz neuen Gewohnheiten durch die Macht seines Willens aufzutreten. Der Mensch, der vorher lässig war, muß sich angewöhnt haben, genau und exakt zu sein, nicht durch äußeren Zwang, sondern durch den eigenen Willensentschluß. Wenn das durch kleine Eigenschaften, durch kleine Dinge geschieht, dann ist es ganz besonders wirksam. Je klarer die Dinge sind, die er bei sich ausmacht, desto sicherer wird er zu wahrer Erkenntnis auf diesem Gebiete kommen. Sobald er imstande ist, eine ihm eigene Handbewegung, einen Gesichtsausdruck, eine unbedeutende Gewohnheit zunächst einmal an sich objektiv zu beobachten, wie wenn er sie an einem anderen beobachtete, und dann rein durch die Macht seines Willens anstelle der Gewohnheit, der Neigung und so weiter etwas zu setzen, was er selber will, es also selber sich einverleibt, wer das tut, der ist auf dem Wege, das große Gesetz der Reinkarnation selbst verstehen zu lernen. Genauso wie ein erfahrener Chemiker Anweisungen geben kann über das, was im Laboratorium vorgeht, so kann Ihnen einer auch solche Anweisungen geben, die er versucht hat. Durch kleine Umwandlungen wird das Höchste erreicht.

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Cite: GA 53/1904-12-15/p013 · edition original