{"corpus":"steiner","locus":"GA 54/1906-02-15/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun weiß ich wohl, daß es auch notwendig ist, ein wenig eine Vorstellung davon zu bekommen, wie dieses Gesetz wirkt, und darüber möchte ich noch einige Worte sagen. Wer schon andere Vorträge von mir gehört hat, weiß schon, was ich hiermit andeuten will. Wenn wir mit geistigem Sinn den Menschen betrachten, so steht er nicht als dieser physische Körper vor uns, sondern wir wissen, daß dieser physische Körper nur ein Teil der großen Wesenheit ist, daß hinter ihm etwas ist, was Paulus den geistigen Leib und was der Geisteswissenschafter den Ätherleib nennt. Wie ein Abbild des physischen Leibes ist der Ätherleib, oder besser umgekehrt, der physische Leib ist ein Abbild des Ätherleibes. Das ist das zweite Glied der menschlichen Wesenheit, der Ätherleib. Das dritte Glied ist der Astralleib, dasjenige, was der Mensch in sich trägt als Lust und Leid, Freude und Schmerz, Instinkte, Triebe, Leidenschaften und Begierden, alles, was vor uns steht, wenn ein Mensch vor uns steht, was wir aber nicht mit sinnlich-physischen Mitteln sehen, wahrnehmen können. Was sehen wir, wenn ein Mensch vor uns steht? Wir sehen die Haut, deren Farbe und so weiter. Der Anatom kann mit physischen Mitteln noch Knochen, Muskeln, Nerven und so weiter betrachten, aber Lust und Schmerz, Instinkte, Begierden und Leidenschaften, die auch in demselben Raume sind, sind nicht sinnlich wahrnehmbar. Das nennt man den Astralleib und darin sitzt erst die geistige Wesenheit des Menschen, die wir unser Ich nennen, die wir den Träger unseres Selbstbewußtseins nennen. Indem wir dieses haben, werden wir unsererseits wieder Träger von Atma, Buddhi, Manas, von dem, was ich beschrieben habe als Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Wiederverkoörperung und Karma","site_heading":null,"date":"1906-02-15","location":null,"word_count":268,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/54/1906-02-15/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/54/1906-02-15/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/54/1906-02-15/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}