Der Ursprung des Leides
So sehen wir einen ewigen Kreislauf des Geistes. Wir sehen den Geist, der das ganze Universum durchflutet, wir sehen aus ihm heraus die materiellen Wesenheiten entstehen, die sich verdichten, und wir sehen wieder auf der anderen Seite Wesenheiten, die das Feste wieder verflüchtigen. In allem, was uns heute als Materielles umgibt, ist etwas, in das der Geist hineingeflossen und darin erstarrt ist. So sehen wir in jeglichem materiellen Wesen erstarrten Geist. So wie wir dem Eise nur die nötige Wärme zuzuführen brauchen, um wieder Wasser entstehen zu lassen, so brauchen wir den Wesen um uns herum nur den nötigen Geist zuzuführen, um in ihnen den Geist erstehen zu lassen. Wir sprechen von einer Wiedergeburt des Geistes, der in die Materie hineingeflossen und darin erstarrt ist. So erscheint uns auch der astralische Leib — der Träger von Lust und Unlust, Begierde und Leidenschaft — nicht als etwas, was aus dem physischen Dasein hervorgehen konnte, sondern als dasselbe Element, das in uns auflebt als bewußter Geist, wie das, was uns erscheint als das die ganze Welt durchflutende Element, welches — durch einen Prozeß des menschlichen Lebens — wieder aus der Materie erlöst wird. Das, was als Letztes erscheint, ist zu gleicher Zeit das Erste. Es hat den physischen Leib und ebenso den Ätherleib hervorgebracht und erscheint, wenn beide in ihrer Entwicklung auf einer gewissen Höhe angelangt sind, aus ihnen heraus aufs neue geboren.