Wie begreift man Krankheit und Tod?
So wollen wir einmal in die heutigen, gegenwärtigen Weltanschauungen hineinstellen, was die sogenannte Geisteswissenschaft, dieman heute auch Anthroposophie nennt, über die Ursachen von Tod und Krankheit zu sagen hat. Wir wollen uns aber dabei eines klarmachen: der Geisteswissenschaft geht es nicht so gut wie den anderen Wissenschaften, daß sie in einer bestimmten Weise über alles sprechen kann. Der heutige Naturforscher würde es nicht begreifen, daß man, wenn man über Krankheit und Tod spricht, trennen muß zwischen Tier und Mensch, daß man aber gerade, wenn man die Frage des heutigen Vortrages begreifen will, sich wird auf die Erscheinungen beim Menschen beschränken müssen. Da die Wesen nicht nur das abstrakte «Gleiche» miteinander haben, sondern auch jedes sein Wesentliches und seine Eigenart hat, so wird nur einiges von dem, was heute gesagt wird, auch auf die Tierwelt anzuwenden sein, vielleicht auch auf die Pflanzen; im wesentlichen aber wird über den Menschen gesprochen werden, und die anderen Dinge werden nur herangezogen werden, wenn sie etwas erklären sollen.