Wie begreift man Krankheit und Tod?
Wenn wir Tod und Krankheit beim Menschen erfassen wollen, müssen wir vor allen Dingen darauf sehen, daß der Mensch im Sinne der Geisteswissenschaft ein höchst kompliziertes Wesen ist und daß wir den Menschen seinem Wesen nach aus den folgenden vier Gliedern heraus begreifen müssen: erstens haben wir den äußerlich sichtbaren physischen Körper, als zweites den Äther- oder Lebensleib, sodann den Astralleib, und als viertes das Ich des Menschen oder den Mittelpunkt seines Wesens. Dann müssen wir uns klar sein, daß im physischen Leibe dieselben Kräfte und Stoffe vorhanden sind wie in der physischen Welt draußen und daß in dem Ätherleib das liegt, was diese Stoffe zum Leben aufruft, und daß der Mensch seinen Ätherleib mit der ganzen Pflanzenwelt gemeinschaftlich hat. Der Astralleib, den der Mensch mit den Tieren gemein hat, ist der Träger des ganzen Gefühlslebens, von Begierden, Lust und Unlust, Freude und Schmerz. Das Ich hat der Mensch ganz für sich allein, das macht ihn zur Krone der Erdenschöpfung.