Wie begreift man Krankheit und Tod?
Zum Gleichnis diene Folgendes: Denken Sie sich ein Stück Holz, das Sie anzünden. Wäre es nicht so, wie es ist, so würden Sie es nicht anzünden können. Die Flamme quillt aus dem Holz hervor, aber sie zehrt es zu gleicher Zeit auf. Das ist das Wesen der Flamme, daß sie aus dem Holz heraus frei wird und den eigenen Mutterboden aufzehrt. So wird der Astralleib dreifach herausgeboren, so zehrt er, wie die Flamme das Holz, seine eigene Grundlage auf; und darin besteht die Möglichkeit, daß das individuelle Leben da sein kann, weil es seine Grundlage wieder aufzehrt. Der Tod ist ihm die Wurzel des Lebens, und es könnte gar kein bewußt individuelles Leben geben, wenn es nicht den Tod gäbe. Wir verstehen und begreifen den Tod allein, indem wir seinen Ursprung zu erkennen suchen, und daher begreifen wir das Leben, indem wir sein Verhältnis zum Tod erkennen. In ähnlicher Weise lernen wir das Wesen der Krankheit begreifen, und dies wird uns noch mehr das Wesen des Todes klarmachen. Jede Krankheit stellt sich wie eine Zerstörerin des Lebens dar. Was ist Krankheit?