Der Lebenslauf des Menschen vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte

GA 55/1907-02-28/p010 ·1907-02-28 · original (original)
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Bis sich der Astralleib seinen Zusammenhang mit dem physischen Leibe abgewöhnt hat, bleibt er im Kamaloka, wo sich der Astralleib nach und nach freimachen muß von dem, was ihm zugeströmt ist, während er den physischen Leib hatte. Ein Mensch, der schon in diesem Leben seine Affekte geläutert hat, der nicht mehr an den rohen Genüssen der Nahrungsmittel, sondern an dem Schönen, der Kunst oder an der Geistigkeit seinen Gefallen findet, wird sich sein Kamaloka abkürzen; ein Mensch, der sich aber nur befriedigen kann durch die Anwendung dessen, was ihm die physischen Werkzeuge geben können, wird lange in der Sphäre des brennenden Durstes leben, und dieser Zustand endet damit, daß alles, was der Mensch in seinem Astralleib noch nicht vergeistigt hat, wie eine Art von Leichnam vom Astralleib abfällt, so wie der Ätherleib und der physische Leib abgefallen sind, und um so mehr abfallen muß, je weniger er seinen Astralleib geläutert und gereinigt hat. Daher wird später eine geläuterte Natur viel mitnehmen von ihrem Astralleib und zu dem hinzufügen, was wir die Essenz des physischen und Ätherleibes nannten.

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