{"corpus":"steiner","locus":"GA 55/1907-02-28/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Bei der Ernährungsfrage tritt ein innerlicher Zusammenhang hervor zwischen der Muttermilch und dem Kinde, der sich dadurch ausdrückt, daß in den ersten Lebensjahren geradezu ein geistiges Verhältnis zwischen der Mutter und dem Kinde besteht; und eine Mutter, die ihr Kind selbst nährt, beachtet das. In der Muttermilch ist nicht bloß das, was physisch und chemisch ist, es ist etwas, was geistig verwandt ist mit dem Kinde. Der Geisteswissenschafter sieht da etwas, was aus dem Ätherleib der Mutter herausgeboren ist, und weil der Ätherleib des Kindes noch ungeboren ist, so verträgt er in der ersten Zeit insbesondere nur das, was schon durch einen anderen Ätherleib zubereitet ist. Es besteht ein inniger Kontakt zwischen dem, was das Kind braucht, und dem, was ihm die Mutter selbst reicht. Prozentual betrachtet: Etwa 16 bis 20 Prozent derjenigen Kinder, die im Säuglingsalter sterben, sind solche, die von der eigenen Mutter genährt werden; dagegen 26 bis 30 Prozent solche, die von Fremden genährt werden. Darin sehen Sie den Zusammenhang zwischen den Lebensleibern. Es ist eine Art Charakter, der sich in den ersten Lebensjahren physisch zum Ausdruck bringt; das mehr Gattungsmäßige bildet sich heraus, konsolidiert sich, wird fest, gibt ihm den Charakter, durch den es einem bestimmten Geschlecht angehört. Die Familienzüge prägen sich erst von dieser Zeit an auf seinem Antlitz aus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Lebenslauf des Menschen vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte","site_heading":null,"date":"1907-02-28","location":null,"word_count":215,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/55/1907-02-28/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/55/1907-02-28/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/55/1907-02-28/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}