Der Lebenslauf des Menschen vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte

GA 55/1907-02-28/p018 ·1907-02-28 · original (original)
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Und in derselben Weise wie, während die physische Mutterhülle den physischen Leib umgibt, die physischen Organe sich ausbilden, so umgibt die Astralhülle noch die astralen Eigenschaften, die der Mensch sich mitbringt; die bilden sich zunächst in der astralischen Hülle, und erst mit der Geschlechtsreife tritt der Mensch der Welt mit einem freien Astralleib entgegen. Jetzt erst kann Urteil, Kritik und Begriffsbildung hineingreifen. In einem früheren Lebensalter würde ihm das viel zu früh gegeben werden. Der Mensch sollte in einem früheren Lebensjahre noch kein Bekenntnis haben, denn das kann er sich erst bilden, wenn sein Astralleib geboren ist. Vorher soll er aufschauen zu den Bekennern und von ihnen entgegennehmen, was er glauben soll; denn in diesem Zeitalter sich das selbst bestimmen, gibt eine astrale Karikatur. Vom okkulten Standpunkt ist es unmöglich, wenn der junge Mensch veranlaßt wird, schon irgendein Bekenntnis zu haben. Es ist sinnlos und ist entwicklungswidrig, wenn ein Kind in diesem Lebensalter es für möglich hält zu sagen: Ich habe ein eigenes Glaubensbekenntnis. Das wäre ein Zeichen, daß etwas in der Erziehung des betreffenden Menschen versiäumt worden ist; daß er nicht jene große Kraft in sich hat ausbilden können, die gerade unter dem Eindruck der berechtigten Autorität heranreift. Der Astralleib wird in dieser Zeit geboren, und langsam und allmählich hat in dieser Zeit vom vierzehnten Jahre ab das Urteil heranzureifen, das zum Bekenntnis führt. Das ist die Zeit, wo religiöse, moralische Empfindungen, wo künstlerische Errungenschaften in seinem Antlitz sich ausprägen. Dadurch kann er frei und als einzelnes Individuum der Welt gegenübertreten. Das dauert bis zum einundzwanzigsten oder dreiundzwanzigsten Jahre,

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