Die Mission der Geheimwissenschaft in unserer Zeit
Sogleich aber erheben sich hier aus den Reihen unserer Zeitgenossen heraus wichtige Einwände. Unsere Zeitbildung hat erstlich eine Richtung, die da sagt: Wir haben es durchaus nicht nötig, von irgendeiner übersinnlichen Welt, irgendeiner unsichtbaren Welt zu sprechen; das sind die Vorurteile einer — Gott sei Dank - verflossenen Vergangenheit. So sagen viele. Und es ist noch nicht lange her — heute werden zwar solche Stimmen schon seltener —, da sagten die, welche sich für die Aufgeklärtesten, die Fortgeschrittensten hielten: die Hinwendung zu unsichtbaren, zu übersinnlichen Hintergründen der Dinge gehöre einem kindlichen, naiven Zeitalter der Menschheitsentwickelung an, wo man noch nicht fest.auf dem Boden der wissenschaftlichen Erkenntnis gestanden hat, wo man noch durch allerlei Erdichtungen und Ausflüsse der Phantasie die Rätselfragen des Daseins zu lösen glaubte. Die neuere Zeit hat aber die Menschen gelehrt, daß die Forschung, welche sich der Erfahrung der äußeren Sinne bedient, nicht nötig hat, auf solche übersinnliche Kräfte oder Wesenheiten zurückzugreifen, sondern daß die Welt, wie wir sie sinnlich sehen, aus sich heraus erklärbar ist. Und wenn wir die Welt aus sich selbst erklären können - so sagen die Materialisten und auch die, welche sich Monisten nennen, und das sind viele unserer Zeitgenossen —, wenn wir innerhalb der sinnlichen Welt die sinnlichen Ursachen entdecken können, so haben wir keinenGrund, uns auf übersinnliche Wesenheiten zu berufen.