{"corpus":"steiner","locus":"GA 56/1907-10-10/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Warum treten dann aber heute einzelne auf und berichten über die Ergebnisse der Geheimwissenschaft? Auch das hat seine guten Gründe. Es hängt zusammen mit dem ganzen geistigen Fortschritt der Menschheit. Was heute jeder wissen kann durch populäre Schriften, die auf unserer ganz gewöhnlichen Sinneserkenntnis beruhen, das ist, richtig angewendet, eine gute Vorbereitung für die Geheimwissenschaft. Auf der anderen Seite ist es eine völlige Verkennung der Tatsachen, zu glauben, daß unsere Naturwissenschaft zur Leugnung des Übersinnlichen führen muß. Vielmehr führt diese Naturwissenschaft, richtig verstanden, zur vollen Anerkennung des Übersinnlichen! Wer die naturwissenschaftlichen Tatsachen, die heute jedem zugänglich sind, in richtiger Weise aufnimmt und weiterverfolgt, der kommt direkt in die Sphäre des Übersinnlichen und Unsichtbaren. Wer aber diese naturwissenschaftlichen Wahrheiten in falscher, irrtümlicher Weise weiterführt, der kommt zu der die heutige Menschheit vielleicht noch nicht so sehr, aber die zukünftige Menschheit sicher entnervenden, materialistischen Welt. Deshalb besteht heute die Notwendigkeit, jedem den Weg zu zeigen, um von diesen naturwissenschaftlichen Wahrheiten, soweit sie zugänglich sind, auch den geeigneten Gebrauch zu machen. In früheren Jahrhunderten war es nicht so. Jeder mußte eine lange Vorbereitung durchmachen, in der sein Denkvermögen, seine Logik, sein Charakter geschult wurden. Heute ist das naturwissenschaftliche Denken, richtig angewendet, schon eine Schulung dafür, um das, was aus der Geheimwissenschaft veröffentlicht wird, zu verstehen. Dieses naturwissenschaftliche Denken kann zur Wohltat für die Menschheit werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Mission der Geheimwissenschaft in unserer Zeit","site_heading":null,"date":"1907-10-10","location":null,"word_count":222,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/56/1907-10-10/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/56/1907-10-10/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/56/1907-10-10/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}