Die Erkenntnis der Seele und des Geistes

GA 56/1907-10-24/p024 ·1907-10-24 · original (original)
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Was geschieht da nun eigentlich? Versuchen wir uns einmal zu vergegenwärtigen: Was ist der astralische Leib? Er ist nichts anderes als die Summe von Begierden, Trieben und Leidenschaften, von Lust und Leid, Freude und Schmerz. Alles, was da zusammenwirkt im Menschen, ist Äußerung des Geistes, Geist in irgendeiner Form; weil alles Geist ist. Wodurch ist es denn möglich, daß das Ich an dem astralischen Leib arbeitet? Es ist dadurch möglich, daß sich dem Ich der Geist in seiner ureigenen Gestalt erschließt. In den Leidenschaften, Trieben und Begierden ist der Geist verborgen, da erscheint er in seinen Äußerungen. In das Ich strömt er in seiner ureigenen Gestalt ein, und das Ich läßt ihn wieder verströmen in den Astralleib, so daß das Ich vermittelt zwischen der ureigenen Gestalt des Geistigen und der seiner Äußerung. So ist es mit dem Ätherleib und endlich auch mit dem physischen Leib, und so findet eine fortwährende Vergeistigung während der Umwandlung der drei menschlichen Leiber oder Glieder der menschlichen Wesenheit statt. So wahr es ist, daß alles, was uns entgegentritt an Mineralien, Geist ist — aber Geist in seiner äußeren Wirkung -, so wahr ist es, daß das, was uns im Menschen entgegentritt, auf dem Wege zur Vergeistigung ist durch das, was das Ich selbst in die niedere Wesenheit hineingießt. Aber nur indem zwischen dieser Äußerung, dem Materiellen des Menschen, seinem physischen Leib, ÄÄtherleib und astralischen Leib, und den Gliedern des Geistes, die hineinleuchten in die drei Leiber — Geistselbst oder Manas, Lebensgeist oder Buddhi, Geistesmensh oder Atma -, das Ich steht, ist diese Überleitung des Geistes in die drei Leiber möglich. Das Ich muß dazwischenstehen. Dann kann das Obere das Untere bearbeiten.

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Cite: GA 56/1907-10-24/p024 · edition original