Initiation oder Einweihung

GA 56/1907-11-28/p005 ·1907-11-28 · original (original)
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Dasjenige, was eine Denkweise begründet, die zur Einweihung oder Initiation hinführt, hat in den verschiedensten, wunderschönen Sätzen und Wendungen Goethe immer wieder ausgesprochen und betont. Es sei — wir werden darauf im Verlaufe der heutigen Betrachtungen zurückkommen — an die Spitze dieses heutigen Vortrages jenes Wort gestellt, mit dem Goethe in dem tiefgedachten Fragment «Die Geheimnisse» hindeutet auf jene innere menschliche Kraft, die immer weiter und weiter, immer höher und höher strebt, die zwar eingeengt wird von dem, was uns umgibt, die gehemmt wird in jedem Augenblick von dem, was uns von außen, von allen Seiten als das Sinnliche, als die hemmende Kraft aufgedrängt wird, die aber dennoch ein Mittel hat, zur inneren, zur Welterkenntnis zu kommen. Goethe sagt in diesem Gedichte «Die Geheimnisse», in dem er von einer besonderen Einweihung der Rosenkreuzer spricht und damit das Prinzip der Einweihung in tiefsinnigen Worten andeutet:

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Cite: GA 56/1907-11-28/p005 · edition original