{"corpus":"steiner","locus":"GA 56/1907-11-28/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das zweite ist die Ausbildung des Fühlens. Niemand sollte das Fühlen ausbilden, bevor er das sinnlichkeitsfreie Denken nicht bis zu einer gewissen Stufe gebracht hat. Derjenige, der weiß, wie es in diesen höheren Welten aussieht, der sagt Ihnen eines: Wenn Sie hinaufkommen in die höheren Welten, die über unseren physischen liegen, so kommen Sie in die astralische und dann in die geistige oder devachanische Welt. Da sind die Eindrücke ganz anders, als der Mensch sie sich vorstellen kann, der nur die physische Welt kennt. Wenn auch alle Erlebnisse, alle Erfahrungen anders sind, eines bleibt: Die Logik, das gesunde Denken. Der Mensch, der sich das gesunde Denken aneignet, der ein vernünfliger, sicher auf seinen Beinen stehender Mensch ist, der wird nicht entgleisen können, wenn er in die Welten, die hinter der physischen Welt liegen, die für ihn Überraschungen über Überraschungen bieten, hinaufsteigt. Derjenige, der dieses aus dem inneren Quell der Seele schaffende, seiner selbst gewisse Denken bei sich ausbildet, der hat einen sicheren Führer auch über jene Grenze hinüber, wo zwischen dem Physischen und Überphysischen schwer zu unterscheiden ist. Mit gesundem Denken kommt man über den Abgrund, der sich da auftut, hinweg. Segelt man ohne gesundes Denken und sagt: Ihr gebt mir nur Gedanken; in mir aber lebt die Kraft eines Gottes, warum soll ich nicht in die höheren Welten aufsteigen können? — so kann ich nur erwidern: Die so sprechen, haben keine Ahnung, wie es sich ausnimmt in den höheren Welten, wo wir nicht zurechtgerückt werden durch die äußere Welt, wo wir den Führer in uns haben müssen, wenn wir nicht entgleisen sollen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Initiation oder Einweihung","site_heading":null,"date":"1907-11-28","location":null,"word_count":263,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/56/1907-11-28/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/56/1907-11-28/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/56/1907-11-28/p028","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}