{"corpus":"steiner","locus":"GA 56/1907-11-28/p036","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wie das Fühlen durch die Bilder, so wird das Wollen durch die Zeichen der okkulten Schrift entwickelt. Dieses Wollen ist das Tiefste der verborgenen Kraft. Es wird dieses Wollen wie zu einem Knochengerüst, das der Mensch durch dieses Wollen hinausdrängt in die äußere Welt. Wenn Sie sich an die Bilder des Münchener Kongresses erinnern, an die Säulen und Siegel: diese sind dazu da, den Willen zu schulen. In der Mappe, die wir als «Bilder okkulter Siegel und Säulen» haben erscheinen lassen, haben Sie dieses wiedergegeben. Ich will Ihnen das Prinzip dieser okkulten Siegel und Säulen einmal erörtern und ihre Bedeutung für die Einweihung angeben. Da stellt jedes der Siegel dar, was Sie in der «Apokalypse» oder der «Geheimen Offenbarung des Johannes» finden können. In dieser Mappe finden Sie Zeichen. Jedes Zeichen ist von einer gewaltigen, impulsierenden Wirkung auf den Menschen. Da finden Sie auf dem ersten Siegel eine menschliche Figur; die Füße sind wie aus flüssigem Messing, aus dem Munde heraus geht ein feuriges Schwert. Alles übrige will ich nicht weiter beschreiben. Wer sich in dieses Siegel vertieft, der wird sehen, daß ihm gerade dieses Siegel, namentlich durch diesen Kontrast, etwas Wunderbares gibt. Wir werden in dem letzten Vortrage dieser Winterreihe über «Sonne, Mond und Sterne» hören, daß wir durch die Geisteswissenschaft auch in Zustände der Erde zurückgeführt werden, wo die Erde in einem feuerflüssigen Zustande war und daß - dies im Gegensatz zu der materialistischen Wissenschaft — der Mensch schon da war. Den Einwand, daß der Mensch nicht in einem Feuerflüssigen leben könnte, kann sich die Geisteswissenschaft selber machen. Der Mensch war damals selber geformt aus feuerflüssiger Masse. Dieser Erdenanfang wird uns dargestellt in den feuerflüssigen Metallfüßen. Ein späterer Zukunftszustand wird uns dargestellt durch das feurige Schwert, das aus dem Munde kommt, das in allen Mythen wiedererscheint. Ich kann nur andeuten, um was es sich hier handelt. Sie werden sehen, wie die Geisteswissenschaft tief zusammenhängt mit dem innersten Wesenskern der Welt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Initiation oder Einweihung","site_heading":null,"date":"1907-11-28","location":null,"word_count":322,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/56/1907-11-28/p036","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/56/1907-11-28/p036"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/56/1907-11-28/p036","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}