Initiation oder Einweihung

GA 56/1907-11-28/p047 ·1907-11-28 · original (original)
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Das ist der Weg, wie wir höhere Kräfte entwickeln und immer tiefer in die Welt eindringen können. Dann erscheint uns die äußere Welt nicht mehr als etwas, was uns hemmt und einengt, sondern als das, was uns wahre, echte und geistige Wirklichkeit vorführt. Dann wird der Einklang geschaffen zu der Kraft, die vorwärts und immer vorwärts will. Harmonie wird geschaffen zwischen Mensch und Welt. Dadurch überwinden wir das niedere Selbst, das hinausschaut in die sinnliche Welt. Wir erlangen das höhere Selbst, das höhere Ich des Menschen, das in dem ganzen Universum ausgebreitet ist. Das meint Goethe, indem er in dem Gedichte «Die Geheimnisse» das Prinzip der Einweihung andeutet mit dem Worte, mit dem wir schließen wollen, und das zeigt, wie der Mensch durch Selbstüberwindung ausfließt und hineinfließt in das durch die Welt strömende Fühlen, in das Geistige der Welt, in den durch die Welt pulsierenden Willen der Weltengeister:

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Cite: GA 56/1907-11-28/p047 · edition original