Die sogenannten Gefahren der Einweihung

GA 56/1907-12-12/p004 ·1907-12-12 · original (original)
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Obwohl es hier schon erwähnt worden ist von der einen oder anderen Seite, darf vielleicht doch noch einmal darauf aufmerksam gemacht werden, daß es der unbilligste und zu gleicher Zeit der unmöglichste Vorwurf ist, den man der Geheimwissenschaft und ihrer Arbeit machen kann, daß sie die Menschen irgendwie weltfremd, weltfern mache oder sie zur Askese verführe. Immer wieder muß es betont werden, daß, weil unserer Welt der Sinne, unserer Welt des physischen Lebens eine geistige Welt mit ihren Wesenheiten und Kräften zugrunde liegt, die fortwährend in unsere Sinneswelt hereinwirkt, derjenige weltfremd und weltfern genannt werden muß, der sich nicht um die wahren und eigentlichen Kräfte des Daseins kümmert und sich nur auf die äußere Welt, auf das, was die Sinne sagen und was sie genießen können, beschränken will. Es ist keine Rede davon, daß die Theosophie ihre Bekenner zu einem asketischen Leben, zu Entbehrungen oder zur Weltfremdheit hindränge. Wahr ist aber, daß derjenige, welcher Interesse entwickelt für dasjenige, was aus der Geheimwissenschaft fließt, was sie zu bieten vermag, andere Wünsche, andere Sympathien und Antipathien haben muß, als viele Menschen sie haben.

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Cite: GA 56/1907-12-12/p004 · edition original