Die Sogenannten Gefahren der Einweihung
In einer großen Anzahl der Fälle ist es jedoch nicht so, daß diejenigen, die an die Geheimwissenschaft herankommen, etwa erst innerhalb eines geheimwissenschaftlichen oder theosophischen Kreises sich dieses Interesse, diese Sympathien und Antipathien aneignen. Die Gefühle bringen die Leute in der Regel mit; die Interessen tragen sie hinein in die theosophischen Kreise, und dasjenige, was die Theosophie oder Geheimwissenschaft ihnen bieten will oder soll, ist nichts anderes, als was sie verlangen. Nicht deshalb werden sie aus den Kreisen, die sagen: ... sie werden uns fremd, — hinweggetrieben, weil sie durch die Theosophie weggenommen werden, sondern weil diese Kreise sie mit ihrer scheinbaren Zugewendetheit zur Welt, mit ihren egoistischen Interessen selbst immer fremder und fremder werden lassen. Wenn ein solcher Kreis jammert, daß dieses oder jenes Mitglied ihm entzogen wird, so sollte er sich fragen: Hat die Theosophie mir dieses Mitglied genommen oder haben wir es durch Langeweile hinausgetrieben? Wenn man vergleicht das Leben, wie es im theosophischen Kreise sein soll, mit dem Leben eines «weltfreudigen» Kreises, der sagt, man dürfe sich nicht der Askese hingeben, man müsse das Leben nehmen, wie es ist, so ist darauf zu antworten, daß der Theosoph sich nicht deshalb von gewissen Dingen zurückzieht, weil er sich aus dem Leben herausreißen, dem Leben entfliehen will, sondern weil er in das wahre, echte Leben hineinwill.