Die Sogenannten Gefahren der Einweihung
Derjenige freilich, der sein Denken schult in jener Logik, die notwendig ist, um die Gebiete zu beherrschen, die außerhalb der sinnlichen Welt liegen, ist immer in der Gefahr, daß man ihn mit der Logik der Materialisten von heute krank machen möchte. Die oberflächlichen Urteile, die heute geprägt werden, die heute gang und gäbe sind und mit einer Sicherheit und einem Unfehlbarkeitsdünkel ohnegleichen auftreten, sind aber manchmal sehr kurzatmig, und wenn ihnen jene Logik gegenübertritt, die mit innerer Denkergeduld von Begriff zu Begriff schreitet, wie es notwendig ist, wenn man nicht auf der Brücke der äußeren sinnlichen Erlebnisse vorwärtsschreiten kann, sondern darauf ausgeht, eine sichere Stütze in sich selbst und eine innere Gewißheit zu haben, dann wird ihre Fadenscheinigkeit sehr bald sichtbar. Schon in dieser Beziehung muß uns das Denken, wie es aus der Geheimwissenschaft für die Gegenwart fließt, vielfach wie ein reinigendes Gewitter erscheinen. Es erscheint so für die große Menschenmasse und auch für den einzelnen Menschen. Da können wir nicht umhin, zu betonen, daß das doch keine Gefahr ist. Für die große Masse besteht höchstens die Gefahr, daß es Unsicherheit in die Urteile bringt, die wert sind, so hingestellt zu werden.