Die Sogenannten Gefahren der Einweihung

GA 56/1907-12-12/p033 ·1907-12-12 · original (original)
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So habe ich über die Gefahren der Geheimwissenschaft gesprochen. Ich habe Ihnen nicht verhehlt, daß es solche Fälle gibt, ich habe auch versucht, zu zeigen, wo eigentlich die gefährlicheren Fälle solcher Gefahren liegen. Das sahen wir gerade im Laufe dieses Zyklus, wo diese Gefahren sind. Heute sollte nur im allgemeinen hingewiesen werden auf das, was man überall in der 'Theosophie und in der ihr zugrunde liegenden Geheimwissenschaft findet. Wer die Geheimwissenschaft sucht, wird nicht durch die Gefahren von ihr abgehalten werden, sondern er wird das Heil, die Gesundung der Seele gerade in der Geheimwissenschaft finden. Er weiß, daß sie nicht Schaden verursacht, daß sie nicht Gefahren bringt, sondern daß sie Schäden aufdeckt und Gefahren zeigt da, wo sie sonst auch vorhanden sind, und wo sie weiterfressen würden, wenn sie nicht in die Gesundung geführt werden. Daher darf durch diese sogenannte Gefahr sich niemand abhalten lassen, einzudringen in die Gebiete, die wir das Geistige nennen müssen. Wie durch alle anderen Betrachtungen und Gesichtspunkte werden wir auch hier dazu geführt, uns immer mehr klar zu werden, daß für den Menschen, der die in ihm schlummerndenKräfte und Fähigkeiten entwickeln will, es keine Abhaltung gibt, einzudringen in die Natur. Denn, was materiell ist, ist Offenbarung des Geistes. Und wie um uns herum die Wesen sind, die wir als furchtbare Wesen gewahr werden können, wenn wir in sie hineinsehen, so sind sie auch in der Natur. Nur dadurch, daß der Mensch seine Augen verschließt, entzieht er sich dieser Tatsache. Diejenigen, welche etwas gewußt haben von der Geheimwissenschaft, wissen das auch.

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Cite: GA 56/1907-12-12/p033 · edition original