Die Hölle

GA 56/1908-04-16/p028 ·1908-04-16 · original (original)
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Jetzt aber wollen wir uns den Moment des Todes vor Augen stellen. Wir können dies tun, indem wir dasjenige heranziehen, was als Tatsache einem solchen Menschen vorliegt, der die Methoden der Einweihung auf sich angewendet und die höheren Sinne, die im Menschen schlümmern, zu gebrauchen gelernt hat. Aber auch eine gewöhnliche Logik kann das einsehen, weil diese Tatsachen so eingekleidet werden, daß sie uns den Weg des Menschen durch den Tod darlegen können. Beim Tode tritt etwas ein, was während des ganzen Lebens zwischen Geburt und Tod nur in Ausnahmefällen eintritt. Während des ganzen Lebens bleibt ja der Ätherleib mit dem physischen Leib vereinigt. Nur im Tode trennt er sich von ihm, und dadurch wird der physische Leib zum Leichnam. Er folgt nun den bloß physisch-chemischen Kräften, denen er entrissen wurde zwischen Geburt und Tod durch das Innewohnen des Ätherleibes. Dieser Ätherleib ist, wie öfters gesagt wurde, ein getreuer Kämpfer während des ganzen Lebens gegen den Zerfall des physischen Leibes; denn der physische Leib hat in sich die chemischen und physischen Kräfte. Das zeigt sich, wenn er nach dem Tode sich selbst überlassen ist: Er zerfällt, er ist eine unmögliche Mischung. Der Ätherleib trennt sich heraus aus dem physischen Leib und bleibt eine Weile zusammen mit dem astralischen Leib und dem Ich.

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Cite: GA 56/1908-04-16/p028 · edition original