Gesundheitsfragen im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 57/1909-01-14/p022 ·1909-01-14 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So müssen wir also durchaus diese Sache durchdrungen und eingesehen haben, daß es ja für das, was man Krankheit nennt, spezifische Heilmittel gibt, und daß die Anwendung spezifischer Heilmittel in gewisser Beziehung damit zusammenhängt, daß unser Organismus ein selbständiges Wesen ist und in vielerlei Richtung ausgebessert werden kann. Wenn man sich darauf verlassen darf, daß nach der Ausbesserung eine richtige tüchtige Kraft vorhanden ist, die den Menschen antreibt, so braucht man nicht zu betonen, man betreibe eben nur eine Symptom-Kur, denn da denkt man eben doch nur wieder materialistisch. Der Naturheilkundige wird manches wissen, was ganz richtig wäre zur Beseitigung dieser oder jener Krankheit, aber ebenso wahr ist es, daß dieser oder jener Mensch nicht die Zeit und nicht die Kraft hat, es durchzuführen, und daß es sich vor allen Dingen für ihn darum handelt, den Schaden schnell wieder gutzumachen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/57/1909-01-14/p022.json
Cite: GA 57/1909-01-14/p022 · edition original