Gesundheitsfragen im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 57/1909-01-14/p029 ·1909-01-14 · original (original)
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Es ist nicht einerlei, ob der Mensch diese oder jene Speise mit Lust oder Unlust zu sich nimmt, ob er in dieser oder jener Umgebung lebt, ob er die Arbeit, die er verrichtet, mit Lust oder Unlust tut. Damit hängt in geheimnisvoller Weise, mehr als mit irgend etwas anderem, das zusammen, was man seine innere Gesundheitsdisposition nennt. Wie wir beim Kinde sehen, daß es richtige Instinkte entwickelt, und — wenn wir die Möglichkeit haben, seine Instinkte zu beobachten — einen Gradmesser haben für seine inneren Bedürfnisse, so ist es auch notwendig, daß der Erwachsene das Geistig-Seelische so erlebt, daß die richtigen Bedürfnisse zur richtigen Zeit vor die Seele hintreten, daß er fühlt und empfindet, was für ein Verhältnis er herstellen soll zwischen sich und der Außenwelt. Das Leben ist im weitesten Umfange geeignet, den Menschen in Irrtum über Irrtum zu bringen über dieses sein Verhältnis zur Außenwelt. Und gerade unsere heutige Geistesrichtung ist in mehr als einer Richtung die Veranlassung solcher Irrtümer.

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Cite: GA 57/1909-01-14/p029 · edition original