Die unsichtbaren Glieder der Menschennatur und das praktische Leben
Insofern der Mensch ein bloßes Naturwesen ist, hat er den Äther- oder Lebensleib zunächst gemeinsam mit den Pflanzen. Was in den Pflanzen die Säfte auf- und niedersteigen läßt, was bewirkt, daß sie sich ernähren, sich fortpflanzen, das bewirkt beim Menschen dasselbe. Aber diesem Äther- oder Lebensleib wird von oben herunter eingeprägt, was wir Gewohnheit, Übung oder was wir Gewissen nennen. So wird den Menschen von oben eingeprägt, was ein Seelisch-Geistiges ist. Die Erlebnisse der höheren Glieder übertragen sich immer mehr und mehr auf die unteren Glieder. Da sehen wir, wie wichtig es ist für den Menschen, daß er eine Ahnung davon habe, daß die höheren Glieder hineinwirken müssen in die dichteren Glieder. Es ist so in des Menschen Hand gestellt, in gesunder, praktischer Weise hineinzuwirken in die niedern Glieder.