{"corpus":"steiner","locus":"GA 57/1909-05-06/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun ging man davon aus, daß, wenn man einen Kreis von Menschen zusammenbringt, in dem jeder eine besondere Aufgabe übernimmt, und die doch im ganzen zusammenwirken, daß dann unsichtbar in ihnen etwas wirkt wie die Seele im Menschen. Wenn die Menschen sich so versammeln und jeder das Seine tut, dann bilden sie etwas wie einen höheren Organismus, einen höheren Leib, und dadurch machen sie es für ein höheres geistiges Wesen möglich, unter ihnen zu wohnen. Sieg bildete so einen Kreis von zwölf Menschen, von denen jeder auf eine ganz besondere Weise seine Seele entwickelte. Wenn dann diese alle zusammenwirkten, alles zusammenfloß bei ihren heiligen Versammlungen, dann waren sie sich klar, daß unter ihnen eine höhere geistige Wesenheit wohnte, wie die Seele im menschlichen Leibe, daß die Seelen die Glieder sind eines höheren Leibes. Der Dreizehnte wohnte so unter den Zwölf. Sie wußten: Wir sind zwölf, und unter uns wohnt der Dreizehnte. Oder man nahm einen Dreizehnten, der dann im Kreise der Zwölf das Anziehungsband bildete für das, was sich heruntersenken sollte. So war dieser Dreizehnte ein solcher, den man einen Stellvertreter der Gottheit in den Einweihungsstätten nannte. Und weil alles mit der heiligen Dreizahl zusammengebracht wurde, so nannte man den, der das auf die Dreizahl bezügliche Wesen in sich vereinigte, den Vertreter der heiligen Dreizahl, und um ihn herum waren die Zwölf, die ganz bestimmte Funktionen hatten, wie die Glieder eines Organismus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die europäischen Mysterien und ihre Eingeweihten","site_heading":null,"date":"1909-05-06","location":null,"word_count":232,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/57/1909-05-06/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/57/1909-05-06/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/57/1909-05-06/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}