Das Wesen des Gebetes
Demjenigen, was wir charakterisieren konnten als aus dem Strome der unbekannten Zukunft uns das Göttliche leuchten lassend, dem gegenüber gibt es nun eine andere Stimmung. Und wenn wir sie vergleichen wollen mit der eben charakterisierten, dann fragen wir uns noch einmal: Was führt uns zur Gebetsstimmung gegenüber der Vergangenheit? Daß wir unvollkommen geblieben sind, trotzdem wir ahnen können, daß ein Göttliches in uns hineinleuchtet; daß wir nicht alle Fähigkeiten, nicht alle Kräfte entwickelt haben, die aus diesem Göttlichen fließen können; unsere Mängel, was uns geringer macht, als das Göttliche ist, das in uns hineinleuchtet: das führt uns zur Gebetsstimmung gegenüber der Vergangenheit. Was macht uns aus der Zukunft herein in einer ähnlichen Weise mangelhaft? Was hemmt aus der Zukunft unsere Entwickelung, unseren Aufstieg zum Geistigen?