Krankheit und Heilung
Da sind wir zwischen dem Tode und der neuen Geburt in einer andern Lage, als wenn wir jeden Abend durch den Schlafzustand in die geistige Welt hineingehen, aus der wir morgens wieder aufwachen. Wenn wir morgens aufwachen, finden wir unsern Ätherleib und physischen Leib so wieder, wie sie am Abend waren. Wir können in sie nicht hineinarbeiten, was an uns vorübergegangen ist im Leben zwischen Geburt und Tod. Wir haben eine Grenze gefunden an dem fertigen Ätherleib und physischen Leib. Wenn wir aber durch die Pforte des Todes gehen in eine geistige Welt, legen wir den physischen und Ätherleib ab und nehmen vom Ätherleib nur die Essenz mit. Jetzt sind wir in der geistigen Welt und sind jetzt nicht in die Notwendigkeit versetzt, Rücksicht zu nehmen auf einen bestehenden physischen Leib und Ätherleib. In der ganzen Zeit vom Tode bis zur neuen Geburt kann der Mensch mit rein geistigen Kräften arbeiten; denn er hat es da mit rein geistigen Substanzen zu tun. Er nimmt aus der geistigen Welt dasjenige heraus, was er braucht, um ein Urbild eines neuen physischen Leibes und Ätherleibes zu formen, in welches jetzt die Dinge hineingearbeitet werden, die er in den früheren physischen und Ätherleib nicht hineinarbeiten konnte. So bildet der Mensch ein Urbild seines physischen Leibes und Ätherleibes bis zur neuen Geburt heran, ein rein geistiges Urbild, in das hineinverwoben sind die Erlebnisse, in bezug auf welche die Seele resignieren mußte zwischen Geburt und Tod. Dann tritt der Moment ein, wo das Urbild bei seinem Abschluß angelangt ist, und wo der Mensch imstande sein wird, dasjenige, was er in sein Urbild aufgenommen hat, in den plastischen physischen und ätherischen Leib hineinzubilden; dann arbettet das geistige Urbild mit an jenem Schlafzustand, den der Mensch jetzt durchmacht.