Krankheit und Heilung

GA 59/1910-03-03/p037 ·1910-03-03 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Daher brauchen auch nicht in dem Leben, wie es uns vor Augen tritt, der äußere Mensch, physischer Leib und Ätherleib, und der innere Mensch, Astralleib und Ich, in irgendeiner Entwickelungsepoche des Lebens in einem vollkommenen Einklang zu stehen. Würde der Einklang ein vollkommener sein, dann wäre es so, daß der Mensch, wenn er sich des Abends in die geistige Welt hineinbegibt, die Erlebnisse des Tages mitnähme und sie umgestaltete in regelmäßiger Weise in die Essenzen des Könnens, der Weisheit und so weiter. Es würde dann so sein, daß er die Kräfte, die er aus der geistigen Welt des Morgens, hineinbringt in die physische Welt, in bezug auf das Seelenleben anwendete; aber niemals würde die Grenze überschritten werden, die wir charakterisiert haben, und welche für den physischen Leib gezogen ist. Dann gäbe es aber auch keine menschliche Entwickelung. Der Mensch muß lernen, diese Grenzen selbst zu beachten; er muß sie in sein Urteil aufnehmen. Es muß für ihn im breitesten Umfange die Möglichkeit geben, diese Grenzen zu überschreiten.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/59/1910-03-03/p037.json
Cite: GA 59/1910-03-03/p037 · edition original