Krankheit und Heilung

GA 59/1910-03-03/p044 ·1910-03-03 · original (original)
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Die Krankheit stellt dar eine Disharmonie zwischen innerem und äußerem Menschen; der innere Mensch kann nicht in Harmonie kommen mit dem äußeren Menschen, wenn Krankheit gegeben ist. Es muß sich in gewisser Weise der innere Mensch zurückziehen aus dem äußeren Menschen. Wir können das am einfachsten sehen, wenn wir uns in den Finger schneiden. — Wir können nur den physischen Leib zerschneiden, nicht den Astralleib. Aber der Astralleib muß fortwährend eingreifen in das gewöhnliche Getriebe, und die Folge ist jetzt, daß der astralische Leib in dem zerschnittenen Finger nicht dasjenige findet, was er finden müßte, wenn er bis in die kleinsten Teile den Finger durchdringen will. Er fühlt sich zurückgestoßen aus dem physischen Fingerteil. Das ist das Wesentliche einer ganzen Summe von Krankheiten, daß der innere Mensch sich vom äußeren zurückgestoßen fühlt, daß er nicht Anteil nehmen kann an dem äußeren Menschen, weil er zerstört ist, weil er ihm durch Schädigung entrissen ist. Nun können wir die Sache so weit bringen, daß wir entweder durch äußere Einwirkungen den äußeren Menschen herstellen — oder den inneren Menschen so stark machen, daß er selbst den äußeren Menschen herstellt; das heißt, es kann Heilung eintreten. Dann wird in einer schwächeren oder stärkeren Art die Verbindung von äußerem und innerem Menschen nach der Heilung wiederum da sein; das heißt, es kann jetzt der innere Mensch in gewisser Weise die Möglichkeit finden, in dem korrigierten äußeren Menschen doch weiter zu leben; er kann wieder eingreifen.

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