Das Wesen der Ewigkeit und die Natur der Menschenseele im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 61/1912-03-21/p016 ·1912-03-21 · original (original)
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Damit ist bestätigt, was die Geisteswissenschaft zu sagen hat, daß der Mensch im Schlafe mit seiner Seelenwesenheit aus dem physischen Leibe herausgeht, aber das zurückläßt, woran sein Gedächtnis gebunden ist, woran er sein Leben hindurch arbeitet, so arbeitet, daß er die Gedächtnisbilder behalten kann. Der Mensch ist im Schlafe aus dem physischen Leib und aus diesem äußeren Seelenleibe heraus, den wir in der Geisteswissenschaft den Ätherleib nennen, und der im gewöhnlichen Schlafe mit dem physischen Leibe verbunden bleibt. Im Momente des Todes aber tritt dieser Ätherleib, welcher zugleich der Erreger des Lebens ist — das kann heute nicht weiter ausgeführt werden — nun auch aus dem physischen Leibe heraus, und was zurückbleibt, ist lediglich der physische Leib, die äußere Hülle des Menschen. Der Tod tritt eben gerade dadurch ein, daß sich nicht zeigt, was sich im gewöhnlichen Schlafe zeigt, sondern daß dies mitgeht, was der Mensch im gewöhnlichen Schlafe hat: nämlich sein Ätherleib. Daher tritt für eine kurze Zeit nach dem Tode das ein, was auch bei einem Schock, bei einem Schreck im gewöhnlichen Leben als eine Rückerinnerung eintritt.

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