1. Wie Widerlegt Man Geistesforschung?

GA 62/1912-10-31/p015 ·1912-10-31 · original (original)
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Die Geisteswissenschaft spricht mit anderen Worten von wiederholten Erdenleben, spricht von wiederholten Erdenleben so, daß wir von unserer gegenwärtigen Verkörperung innerhalb des Sinnendaseins zurückblicken zu anderen Verkörperungen in der Vergangenheit, aber auch in die Zukunft blicken zu späteren Verleiblichungen unserer Wesenheit. So daß wir das Gesamtleben des Menschen teilen in ein Leben zwischen Geburt und Tod und in ein anderes, welches für die Sinne und für den Verstand rein geistig verläuft zwischen dem Tode und der nächsten Geburt. Aber nicht in einer ewig wiederkehrenden Art stellt sich die Geisteswissenschaft dies vor, sondern so, daß sie in diesen Wiederholungen nur Zwischenzustände anerkennt, das Gesamtleben des Menschen aber auf ein ursprüngliches Geistiges zurückführt, welches allem Leben, vor allem unserem Planeten, vorangegangen ist; so daß die Erdenleben einmal einen Anfang genommen haben, als der Mensch aus einem rein geistigen Dasein heraustrat, und daß, nachdem sich einst die Bedingungen erfüllt haben werden, der Mensch wieder in rein geistige Zustände eintreten wird, welche in sich die Früchte alles dessen enthalten werden, was der Mensch durch die verschiedenen Erdenleben durchgemacht hat.

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