4. Die Wege Der Übersinnlichen Erkenntnis

GA 62/1912-11-21/p015 ·1912-11-21 · original (original)
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Wenn jemand sagen würde: Dann geht ja der Geistesforscher darauf aus, in seiner Seele Bilder, Sinnbilder leben zu lassen, die gar keiner Wahrheit entsprechen, er geht also von vornherein darauf aus, Unwahrheit zu denken und Unwahrheit in seiner Seele leben zu lassen -, dann müßte geantwortet werden: Aber selbstverständlich hat der wahre Geistesforscher ein Bewußtsein davon, daß dies, was er so als Sinnbilder in seiner Seele leben läßt, keiner äußeren Wirklichkeit entspricht! Würde er einen einzigen Augenblick das Sinnbild mit irgendeiner Wirklichkeit verwechseln können, so wäre er kein Mensch, der auf dem Wege zur übersinnlichen Erkenntnis ist, sondern auf dem Wege zur Illusion. Diese Sinnbilder sind eben nicht dazu da, äußere Wirklichkeiten abzubilden, sondern dazu, daß sie in unserer Seele leben, daß wir sie mit unserem Seelenleben verbinden und verquicken und unser Seelenleben darauf konzentrieren.

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