Jakob Böhme

GA 62/1913-01-09/p027 ·1913-01-09 · original (original)
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So fühlt Jakob Böhme die Berührung mit der Natur. Er fühlt im Innern, was draußen in der Natur webt und wirkt und lebt. Er lebt das Leben der Natur mit, und er gibt im Grunde genommen in seinen Darstellungen das, was er mitlebt, so daß man in seinen Worten nachvibrieren fühlt, was er schaut. Daher sind ihm die Worte auch etwas, was er besonders als das fühlt, was das «Wie» in der Natur selber ist. Man braucht also nicht darüber nachzugrübeln, ob solche Auseinandersetzungen wie die angedeutete über das «sul» und «phur» bei Jakob Böhme etwas Besonderes bedeuten, sondern man versuche, bei dieser Seele das nachzuleben, wie sie das Welterleben zum Seelenerleben macht, und das, was die Seele erleben kann, als ihre Offenbarungen gibt.

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Cite: GA 62/1913-01-09/p027 · edition original