Jakob Böhme

GA 62/1913-01-09/p039 ·1913-01-09 · original (original)
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Wie wir nicht im Lichte den Grund der Finsternis zu suchen brauchen, so brauchen wir nicht in dem Guten den Grund des Bösen zu suchen. Aber indem sich die Welt für Jakob Böhme als der Gegenwurf der Gottheit erweist, ergibt sich in dieser Welt der Schiedlichkeit die Möglichkeit, daß die einzelnen Glieder gegeneinander wirken, indem sie, weil sie zum Zwecke der Welt, nach der Zielstrebigkeit der Welt ihre Selbständigkeit haben müssen, diese Selbständigkeit auch entfalten müssen. So wurzelt für Jakob Böhme das Böse nicht in dem, was man erklärt, sondern in dem, was sich ergibt als Ungrund, ohne daß man es zu erklären braucht. Dadurch aber tritt letzteres wie von selbst als ein Gegenwurf des Guten auf; und jetzt wird das Böse, das Unzweckmäßige, das Schädliche in der Welt gegenüber dem Guten für Jakob Böhme selber ein Gegenwurf, wie wir unser selbst an dem Objekt gewahr werden.

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